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Bitte frag nicht, was es gekostet hat
Es gibt keine bequeme Antwort. Hoch ist Angeberei, niedrig ist gelogen, und "sag ich lieber nicht" macht es für alle komisch.
Die Frage klingt nach Neugier und kommt an wie eine Bewertung. Egal welche Zahl kommt, irgendwer im Raum rechnet gerade an einem fremden Leben herum.
Und sie ist nicht symmetrisch. Wer fragt, bekommt eine nette Info. Wer antwortet, bekommt einen Platz in der Tabelle.
Warum das schlecht ankommt
Jede Antwort ist eine Falle
Zu hoch, zu niedrig oder ausweichend. Keine Version kostet nichts.
Es ist selten nur Neugier
Es wird zum Vergleich, und man spürt, wie es passiert.
Die Zahl wandert
Beim nächsten Treffen wird sie weitererzählt, ohne dass die Person dabei ist.
Mach lieber das
Frag nach der Sache, nicht nach dem Preis
"Wie ist die neue Wohnung?" bringt dir sowieso die bessere Geschichte.
Frag nach Rat, nicht nach Beträgen
"Hat es sich gelohnt?" oder "was würdest du anders machen?" – wirklich nützlich, kostet nichts.
Wenn du die Zahl brauchst, sag warum
"Wir suchen in der Gegend – darf ich fragen, welche Größenordnung?" Jetzt ist es ein Gefallen, keine Prüfung.
Akzeptier das erste Nein
"Ach, war schon happig" heißt Stopp. Nicht laut weiterraten.
Wann es völlig okay ist
Ihr seid nah genug, dass Geld ohnehin Thema ist. Sie haben es selbst angesprochen. Es geht um Gehaltstransparenz unter Kolleginnen und Kollegen, was gut ist und Leuten zu fairer Bezahlung verhilft. Du hast vorher gefragt, ob du fragen darfst.
Fragen, die kommen
- Ist Reden über Gehalt nicht gut?
- Doch – unter Kolleginnen und Kollegen ist es der Weg, auf dem Leute merken, dass sie unterbezahlt sind. Hier geht es um das Überraschungsverhör auf einer Party.
- Wie komme ich aus der Antwort raus?
- "Mehr als geplant" plus Themenwechsel. Funktioniert immer.